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Entenrennen auf der Aue: Gelungene Premiere

TSV Groß Munzel und Feuerwehr organisieren feucht-fröhliche Gaudi mit Quietscheenten

Groß Munzel (sfr). Welche Farbe hat eine Quietscheente? Gelb, würde "Ernie" antworten. Bunt hingegen würden rund 300 kleine und große Künstler aus Groß Munzel sagen, denn in "gelb pur" ging am Sonntagnachmittag kaum eine der Enten bei der Veranstaltungspremiere an der Südaue zu Wasser.

Voller Körpereinsatz von Oliver Naß.

Bunt gestylt, mit viel Phantasie in den Farben des Lieblingssportvereins, als Brautpaar, Pirat oder Diva mit Glitzersteinchen absolvierten sie vor dem Rennstart eine erste Kür: Kritisch beäugte sie die fünfköpfige Jury mit Ortsbrandmeister Klaus Riechers, Adelheid Schibille, Gerda Herzog, Luisa Rode und Sportjournalist Erk Bratke. Nach einer schweren Entscheidung kürten sie die Enten von Bennet Homeyer, Ria Monden und Max Mücke mit den ersten drei Plätzen.

Gut verpackt gingen dann rund 280 mehr oder weniger sportliche Plastikentchen auf die Reise. Bei strömendem Regen warfen Klaus Riechers und Michael Hillebrecht ihre bunte Fracht an der Kokemühle in die Aue. Und dann hieß es für viele Gäste geduldig warten: Viele Enten schafften die rund 600 Meter lange Strecke durch Wasserrosen, Binsen und Strömungen bis zum Zieleinlauf an der Brücke zum alten Sportheim nicht oder nur mit Mühe.

Nach mehr als einer halben Stunde zeigte sich die Gewinnerente auf der Strecke. Sie wurde von Günther Thomas gestaltet. Auf den weiteren Plätzen folgten die Entchen von Christian Rösler und Tim Albrecht.

Mitglieder der Jugendfeuerwehr um deren stellvertretenden Leiter Oliver Naß fischten die Enten aus dem Wasser. Insgesamt erreichten bis zum Abend 60 Enten das Ziel; mit einem in der Aue gespannten Netz wurden die restlichen am Sonntag eingesammelt.

Mit attraktiven Preisen belohnten die beiden Veranstalter, der TSV Groß Munzel und die Freiwillige Feuerwehr, den Einsatz: Die Gewinner der beiden "Disziplinen" erhielten Eintrittskarten für die Begegnung von Hannover 96 gegen Real Madrid; die nächsten erhielten Zoo-Karten und an den dritten Platz gingen Einkaufsgutscheine des Sportfachgeschäftes in Großgoltern.

Rund um das erste Entenrennen in Groß Munzel hatten die Vereine ein Programm für alle Generationen organisiert. Viel Applaus erhielten Kinder für ihre Stepp-Aerobic-Aufführung unter der Leitung von Gabriele Poppen, abends unterhielt die "St. Peters Brass Band", die Bigband der Petrusgemeinde, die vielen Gäste auf dem Gelände des Sportvereins. "Die Stimmung war trotz des Regens insgesamt gut. Ich gehe davon aus, dass wir im nächsten Jahr wieder ein Rennen starten", so TSV-Vorsitzende Katharina Lika.

© Deister-Leine-Zeitung, 09.07.2007